Jens KELLER

Geboren am:
24.11.1970
Amtszeit von:
26.06.2016 - 04.12.2017
Spielerkarriere:
VfL Stuttgart-Wangen (1981-87), VfB Stuttgart (1987-92), 1860 München (1992-08/95), VfL Wolfsburg (12/1995-98), VfB Stuttgart (1998-00), 1. FC Köln (2000-02), Eintracht Frankfurt (2002-05), TSV Langstadt (2009/10)
Trainer vor Union:
VfB Stuttgart (U19 07/2008-12/09, Co-Trainer 12/2009-12/10, Cheftrainer 10/2010-12/10), Schalke 04 (U17 01/2012-12/12, Cheftrainer 12/2012-10/14)
Erstes Spiel für Union:
06.08.2016, VfL Bochum 1848 - 1.FC Union Berlin 2:1
Letztes Spiel für Union:
03.12.2017, VfL Bochum 1848 - 1.FC Union Berlin 2:1
Trainer nach Union:
FC Ingolstadt (12/2018-04/19)
Nationalität:
Deutschland
Foto: unveu.de
 
Spiele gewonnen unentschieden verloren Punkte PPS
54 27 12 15 93 1,72
 
Saison Spiele gewonnen unentschieden verloren Punkte PPS
2.Bundesliga 2016/17 34 18 6 10 60 1,76
DFB-Pokal 2016/17 2 1 1 0 4 2,00
2.Bundesliga 2017/18 16 7 5 4 26 1,63
DFB-Pokal 2017/18 2 1 0 1 3 1,50

"Ich glaube, ich bin der erste Trainer, der entlassen wird, wenn er aufsteigt." kommentierte Jens Keller nach einem halben Jahr Amtszeit launig die Stimmung im Verein. Was für eine süße Idee!

Tatsächlich wurde der Trainer, der nach seinem ersten Dienstjahr für die bis dato erfolgreichste und vielversprechendste Saison des Vereins in der 2.Bundesliga verantwortlich war, nach einer unbefriedigenden Folgehalbserie beurlaubt. Also ganz so, wie es auch, beispielsweise, beim HSV der Fall wäre.

Seine Entlassung führte zu unglaublichen Verwerfungen auf und neben dem Platz. Die Mannschaft, offensichtlich aus verschiedenen Gründen nicht so leistungsfähig wie gedacht, rutschte unter Kellers Nachfolger André Hofschneider gänzlich aus dem Aufstiegsrennen und näherte sich plötzlich der Abstiegszone. Die vereinsuntypische Entlassung von Keller ließ die Gerüchteküche brodeln wie noch nie, wahlweise Frau oder Tochter des Präsidenten hatte der Geschasste sich unsittlich genähert, dem Alkohol wäre er verfallen. Jeder kannte jemanden, der jemanden kannte, der genau wusste, was vorgefallen war.

Am Ende der so übel verlaufenden Saison gab es nur Verlierer, neben Kellers Nachfolger Hofschneider musste die komplette sportliche Leitung ihren Hut nehmen, der Verein stellte sich komplett neu auf.