Eroll ZEJNULLAHU

Geboren am:
19.10.1994
Im Verein:
2012 - 2019
Vor Union:
SV Sandhausen (2017/18), 1.FC Union Berlin (2012-17), Hertha Zehlendorf (2011/12), Tasmania Berlin (-11), Hertha Zehlendorf, Internationale Berlin, Fortuna Biesdorf
Erstes Spiel für Union:
1.02.2013, 1.FC Union Berlin - SV Sandhausen 1916 3:1
Letztes Spiel für Union:
14.05.2017, 1.FC Union Berlin - 1.FC Heidenheim 1846 0:1
Nach Union:
Carl Zeiss Jena (08/2019-)
Nationalität:
Deutschland
Eroll Zejnullahu
Foto: unveu.de
 
Zentraler Mittelfeldspieler
EinsätzeKartenTorerfolge
Spiele:68 Rote Karten:0 Tore:1
Eingewechselt:28 Gelb-Rote Karten:0 Elfmeter:0 (0)
Ausgewechselt:23 Gelbe Karten:8
 
Saison Einsätze E. A. R. GR.G.Tore Elfm.
Trikot Nr. 272.Bundesliga 2012/13 2 (15) 2 0 0000 0 (0)
2.Bundesliga 2013/14 3 (34) 3 0 0000 0 (0)
DFB-Pokal 2013/14 0 (3) - - ---- -
2.Bundesliga 2014/15 23 (34) 10 11 0030 0 (0)
DFB-Pokal 2014/15 0 (1) - - ---- -
2.Bundesliga 2015/16 26 (34) 3 9 0051 0 (0)
DFB-Pokal 2015/16 0 (1) - - ---- -
2.Bundesliga 2016/17 12 (34) 9 3 0000 0 (0)
DFB-Pokal 2016/17 2 (2) 1 0 0000 0 (0)
2.Bundesliga 2018/19 0 (34) - - ---- -
DFB-Pokal 2018/19 0 (2) - - ---- -
Bundesliga-Relegation 2019 0 (2) - - ---- -

Zum Schluss ist es natürlich eine Horrorbilanz.

Der Nachwuchsspieler hatte nach ein paar zaghaften Schritten ab dem Sommer 2014 einen riesengroßen Fuß in der Tür und spielte viel. Dabei schien er eigentlich gar nicht so recht zur propagierten Spielidee von Norbert Düwel zu passen, denn Zejnullahus Qualitäten lagen ganz sicher nicht in Schnelligkeit und Dynamik, auch war sein Spiel nie besonders weiträumig angelegt, sondern seine Stärken lagen ganz eindeutig im Kombinationsfußball im engen Raum. Mit ihm konnte man einen tief stehenden Gegner bespielen, und so ging dann auch der Stern des Technikers so recht erst unter Sascha Lewandowski und André Hofschneider auf, auffällig vor allem unter Letzterem, denn jetzt spielte auch die Mannschaft erfolgreich.

Als Hofschneider am Ende der Saison seinen Platz räumte, ließ er durchklingen, dass Eroll Zejnullahu sich möglicherweise weiter wähne, als er schon wäre, dass zumindest sein Umfeld in ihm einen Bundesligaspieler sähe, und der fraglose Förderer des zu diesem Zeitpunkt 21-jährigen warnte vor überzogenen Erwartungen.

Tatsächlich war die Union-Karriere von Eroll in diesem Moment schon vorbei, es wusste nur noch keiner.

Neu-Trainer Jens Keller baute eine Mannschaft ohne ihn, die so erfolgreich war, dass auch keiner nach ihm fragte. Zusätzlich steckte der in Berlin geborene Zejnullahu in der Nationalmannschaftsfalle, denn der im Mai 2016 in die FIFA aufgenommene kosovarische Fußballverband nominierte ihn jetzt ständig und für jedes Länderspiel, ohne ihn auch nur einmal einzusetzen, während die anderen Union-Reservisten in Testspielen um die Kaderplätze rangelten. Es war keine schöne Zeit und es wurde nicht besser.

Im folgenden Sommer ließ sich der Mittelfeldspieler nach Sandhausen verleihen, wo er wegen ständiger Verletzungen nie recht zum Zuge kam, und von wo er hören musste, wie ihn der mittlerweile auf die Union-Trainerbank zurückgekehrte Hofschneider lobte. Aber als Zejnullahu nach abgelaufener Leihe an die Alte Försterei zurückkehrte, war dort mit Urs Fischer ein neuer Cheftrainer, und das Dilemma wiederholte sich in schlimm. Auch Fischer setzte nicht auf ihn, auch Fischer war zu erfolgreich, um sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Nicht eine einzige Minute absolvierte Eroll Zejnullahu in seinem letzten Vertragsjahr, an dessen Ende der Verein in die Bundesliga aufstieg. Bei den Feierlichkeiten war er dabei, die Helden waren andere.

Als er Union verließ, war der Verein erstklassig, Eroll Zejnullahu fand spät einen neuen Arbeitsplatz bei Carl Zeiss Jena, dem zu diesem Zeitpunkt Letztem der Dritten Liga.